Foto vom Plattensee/Balaton in Ungarn

Urlaub am Plattensee (Teil 2 / 2)

Schlemmern und Erholung am Plattensee

Unser Haus, ein Flachbau der vermutlich in den 70er Jahren errichtet wurde, hatte gerade die Größe eines Appartements. Wir nutzten seine Lage in der Nähe des Strandes und gingen ziemlich viel baden. Anfangs interessierten wir uns weniger dafür, die Umgebung zu erkunden. Das Wasser des Plattensees war angenehm warm und der leichte Fischgeruch weckte die Illusion eines Urlaubs am Meer. Wir erlebten herrliche Sonnenuntergänge und saßen abends noch lange draußen.

In den Restaurants in Siofok bekommt man alles, was man auch in Deutschland gewohnt ist, und das zu günstigeren Preisen. Doch wir probierten auch einheimische Fisch- und Gulaschgerichte. Sehr zu empfehlen sind die Ungarischen Weine. Nach dem Genuss dieser edlen, relativ hochprozentigen Tropfen mussten wir allerdings das Auto stehen lassen. In Ungarn gilt die 0,0-Promillegrenze, deren Einhaltung von der ungarischen Polizei gerne mal überprüft wird.

Abstecher nach Szeged

Wir hätten es uns am Balaton für den Rest unseres Urlaubs gut gehen lassen können, aber wegen unserer Begeisterung für einheimische Speisen und Getränke und wohl auch, weil wir genügend Zeit hatten, kam uns die Idee, wenn wir schon einmal in Ungarn sind, Szegediner in der Stadt Szeged zu essen. Wir suchten uns auf der Karte eine Route aus um dorthin zu gelangen, packten für unterwegs noch einige Salamibrötchen ein und nahmen uns vor, die zwei mal 200 Fahrtkilometer hin und zurück an einem Tag zu bewältigen.

In Ungarn gelten Geschwindigkeitsbeschränkungen von 90 Kilometern pro Stunde auf einspurigen Landstraßen und 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen. Trotzdem entschlossen wir uns, auf Landstraßen quer durch die Puszta zu fahren. Wir fuhren ziemlich früh los, denn wir wollten ja zu Mittag Szegediner essen. In der Nähe von Dunavecse überquerten wir die Donau und hielten uns dann weiter nach Süden. Die Straßen waren in überraschend gutem Zustand. Vermutlich wurden einige Streckenabschnitte nach dem Donauhochwasser von 2006 erneuert.

Kurz vor Szeged kamen wir durch Morahalom, eine Kurstadt mit einem Thermalbad, die uns bis dahin unbekannt war. Die Stadt Szeged selbst mutet beim Hereinfahren etwas wie eine Industriestadt an. Das Zentrum besteht aber aus vielen reizvollen Barockgebäuden, einem schönen Park und einer sehr romantischen Fußgängerzone. Wir fanden am Rande des Parks ein Restaurant, indem man zu unserer Überraschung deutsch verstand. Eine weitere Überraschung betraf unser Wunschmenü: Wir hatten die ganze Zeit angenommen, dass Szegediner Würstchen sind, doch es stellte sich heraus, dass es Gulasch mit Kraut ist. Der hat uns natürlich auch geschmeckt und wir waren mit diesem Tag in Szeged sehr zufrieden. Im Allgemein hat uns die Gastfreundschaft der Ungarn sehr beeindruckt und falls wir die Zeit finden, fahren wir wieder hin. Dann probieren wir Debrecziner. Das sind ganz sicher Würstchen!

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