Heiße Liebe Sizilien ( Teil 3 / 3)

Unsere Reise führt uns zur Hauptstadt Siziliens an der Nordküste, am Fuße des Monte Pellegrino in einer malerischen Bucht gelegen. Die Einheimischen nennen sie liebevoll Conca D’Oro, die goldene Muschel. Palermo hat einen interessanten Namen, der aus dem griechischen Wort „überall ist Hafen“ entstanden ist. So ist es auch. Am Stadtstrand Mondello Bay tummelt sich besonders gerne die sizialianische Jugend.

Schöne und ruhige Tage verbringen kann man in dieser Region in Agriturismo-Häusern und – Anwesen, die sich oft durch malerischen Charme und interessante Lage inmitten der schönen Landschaft auszeichnen. Manch eines ist schön wie ein Gemälde! Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann das dort auch gut und sicher stehen lassen, wenn es zu einem Besuch zu den Isole Eolie gehen soll. Man kann sogar eine Minikreuzfahrt buchen und seinen Segeltörn machen. Wems beliebt natürlich nur. Wir entscheiden uns, mit dem Auto auf die Fähre zu gehen, um später zu Wasser den weiten Weg zurück anzutreten.

Sieben „Insel-Perlen“ sind zu finden: die größte ist Lipari. Panarea ist heute ein Paradies für die Reichen der Welt und von Stromboli hat sicher jeder schon gehört: das ist die Insel mit dem aktivsten Vulkan der Welt! Die zweitgrößte Insel Salina ist ein Wunder an Schönheit, da sie durch ein großes natürliches Wasservorkommen beinahe immer grün ist und kristallklare Bachläufe bietet. Vulcano besucht man gerne, da die Schwefel- und Schlammbäder wohltuende Heilkräfte entfalten. Alicudi und Filicudi sind zwei weitere kleine Schätze im Inselarchipel.

Lipari ist Ausgangspunkt zu allen Inseln der Gruppe. Schon die Überfahrt mit der Fähre ist Urlaub. Unser Zielobjekt ist in ein typisches äolisches Landhaus mit traumhaftem Blick über die sanfthügelige Landschaft bis zum Meer. Gaumenfreuden von Thunfisch, Schwertfisch und Langusten stehen uns zur Verfügung nebst getrockneten Früchten und Mandeln, die sich mit dem liparischen Malvasia Wein zum Hochgenuss vereinen.

Einkaufen, Staunen, Wandern und kleine hübsche Buchten entdecken beschäftigt uns zwei ganze Tage. Beeindruckend ist unser Besuch römisch griechischer Ausgrabungsstätten aus der Bronzezeit.

Die „Fackel des Meeres“, wie Stromboli von den Seeleuten genannt wird, bietet uns ein Naturschauspiel der besonderen Art, nachdem wir uns mit einem ortskundigen Führer zum Kraterrand gewagt haben. In der Nacht sind die Eruptionen besonders beeindruckend! Einmalig!

Die nächsten Tage genießen wir noch unser Schwefelbad auf Vulcano und versuchen, etwas von dem Schwefelgeruch auf Salina bei einer traumhaft schönen Wanderung loszuwerden und entscheiden uns, bald wieder zu kommen. Vielleicht dann mit noch mehr Zeit; denn: Sizilien hat uns in seinen Bann gezogen und so Vieles will noch entdeckt sein von uns. Oder war es umgekehrt?

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