Heiße Liebe Sizilien ( Teil 1 / 3)

Wir haben Hochzeitstag und ich erinnere mich an eine Reise zu Studentenzeiten. Noch einmal möchte ich die Strapazen auf mich nehmen und von Deutschland nach Sizilien fahren. Auch die äolischen Inseln möchte ich meinem Mann gerne zeigen. Darunter stellt man sich wenig vor von Ferne. Am meisten ist mir noch der Geruch von Vulcano im Gedächtnis und die wohltuende Wirkung dieses Besuches.

So machen wir uns also auf die Räder. Unsere Freunde „stiften“ uns ihre Unterkünfte an der Blumenriviera und in Rosmarinhecken in der Toskana. Zeit nehmen wir uns, um zu genießen und nach einer Woche mit schönen Aufenthalten und allmählicher Akklimatisierung befahren wir sizilianischen Boden.

Herbe Schönheit begrüßt uns und sehr lebendiges Treiben. Sizilien eben. Wir arbeiten uns zur Küste vor, während wir über die Vulkane und die Mentalität der Sizilianer rätseln. Zwei aktive Vulkane und so viele Menschen, die scheinbar ohne Furcht mit ihnen leben!

Der Ätna, der größte Europas und der Stromboli, der zwar klein, dafür jedoch sehr aktiv ist. Zuletzt spuckten beide in den Jahren 2002 und 2003 und machten sich in den Schlagzeilen berühmt.

Unser erstes Ziel wird also Catania sein und als alte Unke empfehle ich, auf den Geldbeutel aufzupassen, wenn wir ankommen. Zitronen und Orangenplantagen begleiten unsere Fahrt und die fruchtbare und reiche Gegend um Catania zieht uns in ihren sanften südländischen Bann.

Die Wärme des Südens genießend erreichen wir diese pulsierende Stadt. Durch den Ascheregen in graue undefinierbare Farbe gelegt, ist sie kein touristisches Highlight, aber eben diese Stadt, in der die Menschen am Fuße ihres Ätna leben. Wir wollen ein wenig Atmosphäre schnuppern und tatsächlich uns selbst auf den Weg zum spuckenden Berg begeben.

Aber zunächst soll uns unser Weg zum nahegelegenen Meer am Playa di Catania führen, den die Bewohner dieser Stadt selbst gerne zu ihrer Erfrischung nutzen. Wenn wir uns Zeit nehmen würden, könnten wir von diesem Strand aus bis Syrakus kommen.

Bei unserer Durchfahrt bemerke ich einen Unterschied zu meinem „damaligen“ Besuch: Catania putzt sich heraus und macht sich schön! An der Piazza del Duomo werden wir heute Abend den berühmten Elefantenbrunnen genießen und bummeln gehen. Und ich verspreche meinem Göttergatten göttliche Erholung in einer der Grünanlagen, die kleinen Oasen zum Entspannen.

Catania ist die zweitgrößte und vielleicht die schönste Stadt Siziliens am Fuße seines 3400 m hohen Schicksalsgefährten Ätna. Die Lava gab der Stadt ihren Namen und auf ihr und mit ihr ist sie erbaut.

Nun doch auch unsererseits ganz schön durchgeschmuddelt gelangen wir zum traumhaften Sandstrand, der uns feinsandig und endlos lang willkommen heißt. Hier ist eine Touristenhochburg entstanden, die unbeschwerte Strandtage mit gewohntem Komfort ermöglicht. Nicht so ganz unsere Sache. Aber doch für unsere Stippvisitenlänge sehr bequem und erfrischend obendrein.

Uns empfängt in sizilianischem Ambiente unser kleines Hotel nahe der Stadt zum moderaten Preis mit Charme und Frühstücksservice. Wir sind ganz und gar verzaubert und wissen nur eins: hier sind wir richtig!

Den nächsten Tag nutzen wir für Entspannung um uns fit zu machen für unsere Ätnatour. Dabei entdecken wir, dass viele Strandabschnitte in eigenen Händen sind. So hat zum Beispiel die Universität einen eigenen für ihre Studenten und sogar die Polizei für ihre Beamten.

weiter zum nächsten Teil

zurück zur Übersicht "Urlaub Italien"



Urlaubsberichte > Urlaub Italien > Heiße Liebe Sizilien ( Teil 1 / 3)