Von Salzburg nach Wien Teil (1/2)

Wie in jedem Jahr, so hatten wir auch 2008 unseren dreiwöchigen Urlaub für die Monate September und Oktober geplant. Da wir in dem Jahr unseren 20. Hochzeitstag feierten, der zufällig auch in unsere Urlaubszeit fiel, kam uns schnell der Gedanke, doch ein wenig den Spuren unserer damaligen Hochzeitsreise zu folgen und nach Österreich zu fahren.
Damals waren wir recht zünftig mit unserem Wohnwagen in Kärnten unterwegs gewesen, der inzwischen längst das Zeitliche gesegnet hat. Ich erinnere mich noch, dass mein Brautstrauß hinten auf der Hutablage lag und wir unseren Kater Pascha mitgenommen hatten.

Diesmal wollten wir es bequem haben und buchten daher den Autoreisezug von Hamburg nach München. Nach einer recht angenehmen Nacht im Schlafwagen und einem kleinen Frühstück, kamen wir am Samstagmorgen am Münchner Ostbahnhof an. Die Entladung verlief zügig und nachdem mein Mann unseren Wagen vom Autotransportwagen gefahren und mich eingesammelt hatte, ließen wir München schnell hinter uns und fuhren auf der A 8 Richtung Salzburg.

Salzburg kannten wir beide noch nicht und wir waren gespannt darauf, was uns wohl erwarten würde. Es war ein herrlicher Herbstmorgen mit strahlender Sonne und blauem Himmel, während wir der beeindruckenden Bergkette der Alpen entgegen fuhren.
Gegen Mittag erreichten wir unser Hotel, das Crowne Plaza Hotel Salzburg – The Pitter, konnten unser Auto in der hoteleigenen Garage parken und bezogen unser Zimmer. Wir hatten eine recht günstige Wochenendrate bekommen und wollten am Montag weiter in Richtung Wien fahren.
Durch die zentrale Lage des Hotels, ganz in der Nähe des Schlosses Mirabell, konnten wir alle Sehenswürdigkeiten in Salzburg bequem zu Fuß erreichen. Wir spazierten durch den Mirabell-Garten und ein Stück entlang der Salzach, wo wir in Höhe des „Platzls“ die Staatsbrücke in Richtung Altstadt überquerten.
Natürlich bummelten wir ausgiebig über die Getreidegasse, besuchen Mozarts Geburtshaus, das Alte Rathaus am Markt und die Franziskanerkirche am Residenzplatz. Nach einem Besuch des beeindruckenden Doms, gönnten wir uns eine Fahrt mit der Festungsbahn hinauf zur Festung Hohensalzburg. Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick über die gesamte Stadt.
Am Abend saßen wir im gemütlichen "Pitter Keller", der der älteste Bierkeller Salzburgs ist. Auch die Sauna und das schöne Schwimmbad des Hotels haben wir besucht.

Viel zu schnell gingen die Tage vorbei, und nach einem ausgiebigen Frühstück verließen wir Salzburg am Montagmorgen und machten uns über die A 1 auf den Weg ins rund 300 km entfernte Wien.
Wir fuhren am Mondsee und am Attersee vorbei, und konnten in einiger Entfernung noch den Traunsee liegen sehen. Kurz vor Linz, bei Haid, treffen die Autobahnen A1 und A 8 aufeinander und der Verkehr nahm deutlich zu. Zur Mittagszeit erreichten wir Melk, wo wir die Autobahn zunächst verließen. Schon immer wollte ich den Benediktiner-Stift, der so malerisch oberhalb der Donau am Rande der Wachau liegt, sehen, und nun ergab sich endlich die Gelegenheit dazu.
Wir entschlossen uns, an einer geführten Stiftsbesichtigung teilzunehmen, und erfuhren sehr viel Wissenswertes über die Geschichte und das Leben in diesem großartigen, beeindruckenden Barockbau.
Nachdem wir uns im Stiftsrestaurant gestärkt hatten, bummelten wir noch durch den Park, und machten uns schließlich auf den noch rund 50 km langen Weg nach Wien.

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