Eine Rundreise durch Bulgarien (Teil 2 / 2)
Wir hatten 2006 eine 8-tätige-Rundreise mit anschließenden Bade- und Tauchurlaub in Bulgarien über ein ganz normales Reisebüro gebucht, auch der Preis war für unsere Verhältnisse akzeptabel. Die ersten 8 Tage waren wir in dem sogenannten Rundreise Hotel in Varna direkt am Meer untergebracht und waren mit dem Service und dem gesamten Hotel sehr zufrieden. Wir haben dann natürlich gleich die Möglichkeit wahrgenommen, um uns mit Varna der sehr bekannten Stadt bekanntzumachen. Sie ist die drittgrößte Stadt Bulgariens und hat circa 120 Tausend Einwohner und ist heute als eigentlicher Handels- und Wirtschaftsdrehpunkt in Bulgarien angesehen. Varna kann aber auch als bekannter Heil- und Kurort aufwarten, denn man kann hier teilweise noch Thermen und Bäder aus der römischen Herrschaft Varnas bewundern und durchaus benutzen. Besonders schön haben wir in Varna die Christi Himmelfahrt Kathedrale empfunden, der wir natürlich einen Besuch abgestattet haben. Wir waren an einem Samstag in der im 19. Jahrhundert errichteten Kirche und konnten einige Kindstaufen und eine Hochzeit miterleben, was ein sehr ergreifender Moment in dieser herrlichen Kathedrale, für uns darstellte.
Nessebar
Weiter ging es auf der Rundreise nach Nessebar, ein Ort mit zauberhaftem Flair. Am liebsten wären wir an diesem Ort viel länger geblieben, aber auch wir mussten uns an das Reglement halten. Es handelt sich hierbei um einen ganz bezaubernden Badeort mit einer sehenswerten Altstadt. Wir haben gerade hier sehr viel Zeit verbracht, um uns die Altstadt, die im Übrigen zum Weltkulturerbe gehört, genau anschauen zu können und sind heute noch von den Erlebnissen geprägt und geraten immer wieder ins Schwärmen. Nessebar liegt in der Nähe des berühmten Sonnenstrandes und ist über 4000 Tausend Jahre alt. Besonders hat uns die antike Stadtgrenze mit ihren Mauerresten beeindruckt, genauso wie die über 40 Kirchen die in Nessebar zu finden sind. Obwohl gerade hier mit riesigen Touristenansammlungen in den Sommermonaten zu rechnen ist, kann man immer ruhige Plätze in der Altstadt finden, um sich von dem Trubel zurückzuziehen. Die Sveta Sofia eine aus dem 5. Jahrhundert stammende Metropolitenkirche ist eine besondere Sehenswürdigkeit in Nessebar. Ganz typisch für den kleinen Badeort Nessebar sind aber seine traditionellen Schwarzmeerhäuser. Das sind ganz typisch für diese Region an der Schwarzmeerküste vorzufindende Hausbautypen, die im Wesentlichen im Erdgeschoss aus Naturstein bestehen und das gesamte Obergeschoss besteht aus Holz, nicht ein Stein wurde hier vermauert. Einfach beeindruckend diese Bauweise, die man nirgends wo anders findet, als hier in Nessebar. Aber unsere Reise sollte ja auch weitergehen und so rüstete sich unsere Reisegruppe, um möglichst bald ans nächste Ziel, nach Plovdiv zu gelangen.
Plovdiv
Nun ist Plovdiv immerhin 320 km entfernt von Nessebar und es hat doch einige Stunden Busfahrt gekostet, um endlich in der Stadt auf den sieben Hügeln angekommen zu sein. Die Stadt hat eine sehr lange und entbehrungsreiche Geschichte hinter sich gebracht und kann auf eine ebenso lange Tradition zurückblicken. Plovdiv war schon unter den Römern die Hauptstadt der damaligen Provinz Thrakien und es wollten die Bestzungen durch fremdartige Besetzer wie die Byzantiner, Hunnen, Osmanen uns viele andere mehr gar nicht abreißen, bis endlich im 19. Jahrhundert, der Zeit der Wiedergeburt des bulgarischen Volkes auch für Plovdiv der Wiederaufschwung seinen Lauf nehmen konnte. Heute ist Plovdiv die bedeutendste Messestadt in ganz Bulgarien und die Einwohner sind zurecht stolz auf ihre schöne und durchaus modern einzuschätzende Stadt.
Sveti Konstantin
Ganz wichtig war aber für uns nach den kulturellen Höhepunkten alles auf uns wirken zu lassen du dies konnten wir am besten in der letzen Woche unseres tollen Urlaubes in Bulgarien, in unserem sogenannten Badeurlaub. Diesen haben wir in Sveti Konstantin verbracht und ganz im Vertrauen, wir haben ja nicht gegen die beliebteste Insel der Deutschen Mallorca, aber hier wird jeder so begeistert sein, das Mallorca nur zweitrangig einzuschätzen wäre. Wir waren hier in einem 2004 neu eröffneten Hotel direkt am Meer untergebracht mit erstklassischen Service und allen erdenklichen Leistungen inklusive. An dem fast schon puderzuckerfeinen Sandstrand konnten sogar die Kinder ungetrübt rennen und toben. Den Badeort zu beschrieben grenzt schon fast an grenzenlose Schwärmerei, aber uns hat es einfach so toll gefallen. Man befindet sich eingebettet zwischen Hügeln und einem Baumbestand, der bis an den Strand herunterreicht. Einfach toll, man hat Schatten und Sonne gleichermaßen und kann beides ungestört genießen. Der Strand ist ganze 4 Kilometer lang und bis zu 100 Meter breit, also das hat fast unsere Vorstellungskraft überfordert.
Nun könnten wir noch viel mehr bereichten, aber das würde den Rahmen des kleinen Reiseberichtes sprengen, wir hoffen aber trotzdem, dass er Gefallen finden wird und vor allem aber, Menschen animiert worden sind, sich nähere Informationen über das Reiseland Bulgarien einzuholen, um vielleicht auch einen herrlichen Urlaub in diesem Land verbringen zu können. Die bulgarische Küste ist gerade für Familienurlaube so etwas von optimal und vor allem aber sehr preiswert. Aber wir waren und sind heute noch von der fantastischen Landschaft und vor allen von den liebevollen Menschen mehr als beeindruckt.
zurück zum vorherigen Teilzurück zur Übersicht "Urlaub Bulgarien"