Eine Reise durch Kroatien (Teil 3 / 3)
Zadar, Hafenstadt und Seebad mit nicht einmal 100 000 Einwohnern hat einiges zu bieten. Und dieses Mal kam ich um den Besuch verschiedener Kirchen nicht herum. Auch das römische Forum besichtigten wir ausgiebig und ich sah viele schöne, nur Einheimischen bekannte, Winkel der in venezianischem Baustil gehaltenen Stadt. Was mich aber am meisten beeindruckte war die Meeresorgel im Hafen. Die Wellenbewegung presst Luft in die Orgelpfeifen und erzeugt damit Töne.
Als nächstes stand der Nationalpark Krka auf dem Programm. Viele kleine und acht große Wasserfälle besitzt dieser große kroatische Nationalpark nahe Zadar. Hier wurden einige der Winnetou-Filme gedreht und ich fühlte mich auch wirklich sogleich in das Land der Apatschen versetzt, deren Anführer ich in meiner Jugend gewesen war. Lange wanderten wir durch den Park und genossen die wunderschöne Landschaft.
Am nächsten Morgen musste ich weiter, mein Zeitplan war bereits gefährlich überschritten. Eigentlich wollte ich noch weiter bis Split, beschloss nun aber, nur noch bis
Primosten am Meer entlang zu fahren und dann über Bihac nach Zagreb zurückzukehren. Auch dort warten Freunde auf mich und auch das Ende des Urlaubs war schon wieder in greifbare Nähe gerückt.
Primosten ist ein kleines Fischerdorf, dessen sehenswerte Altstadt auf einer Halbinsel in der Adria liegt. Hier machte ich meinen letzten Halt, bevor es wieder Richtung Heimat ging, und verabschiedete mich bei mehreren Tassen Kaffee rund um die Insel ausführlich vom Meer, das ich nun wieder mindestens ein Jahr lang vermissen würde.
Bihac, meine nächste Station, war ein kleiner Abstecher ins Nachbarland Bosnien Herzegowina. Leider fehlte mir die Zeit für einen Ausflug ins Landesinnere, denn ich musste dringend in die Hauptstadt Kroatiens zurück.
Mit einem Besuch beim Zagreber Sommerfestival wollte ich meine Kroatienreise beschließen. Hier gibt es jedes Jahr von Juli bis August neben Kammermusik, Symphonieorchestern und Jazzmusik Konzerte der aktuellen Musikszene der weiteren Umgebung, wofür ich mich vor allem interessierte.
Beim Festival traf ich dann auch wie abgemacht mit Freunden zusammen, die ohne Auto längere Zeit in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien unterwegs gewesen waren und nun mit mir zurück nach Deutschland fahren wollten.
Ein wunderschöner Urlaub ging hier zuende. Ich war rundum zufrieden. Land und Leute waren immer sehr gastfreundlich und zuvorkommend gewesen, die Campingplätze hatten mich überzeugt, das Auto keine Probleme gemacht, es war einfach alles wie es sein sollte und noch schöner als ich gehofft hatte. Ich würde mit Sicherheit bald wiederkommen.
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