
Kreta - Vielfältiges Urlaubsparadies (Teil 1 / 2)
2006 zog es meinen Freund (32) und mich (30) auf die griechischen Inseln,
genau genommen auf die größte dieser Inseln -
Kreta. Kreta liegt etwa
160 km vom griechischen Festland entfernt und hat eine Fläche von 8336
km². Eine Fläche, die es somit sehr schwierig macht, sie in nur einem
Urlaub komplett zu entdecken. Ziel unserer Reise sollte die Gegend um
Rethymnon sein, das wunderschön eingebettet zwischen dem IDA-Massiv im
Osten, den Weißen Bergen Lefká Óri im Westen, dem Libyschen Meer im
Süden und dem Kretischen Meer im Norden liegt.
Rethymnon
Rethymnon ist eine wunderschöne Stadt mit besonders schönem
architektonischen Flair. Mit etwa 24.000 Einwohnern zählt Rethymnon zur
drittgrößten Stadt Kretas. Durch die Porta Guora - das Stadttor,
gelangt man in die Altstadt mit ihren vielen engen Gassen, die sehr an
ein kleines Labyrinth erinnert. Überall findet man kleine Restaurants,
Geschäfte sowie versteckte Hotels/Pensionen. Außerdem führt hier
entlang auch ein Weg zum wunderschön venezianischen Hafen und zur
Festung Fortessa. Direkt am Hafen befinden sich alte prunkvolle,
venezianische Herrschaftshäuser sowie ein Leuchtturm. Weiter westlich
vom Hafen befindet sich die auf einem Felsen erbaute Festung Fortezza,
die 1573 bis 1580 von den Venezianern als Schutz vor den Türken
entstand. Östlich des Hafens gelangt man nach einigen Kilometern zu
einem bezaubernden feinsandigen Strand, der sich um einen Grossteil der
Stadt zieht. Die beiden Klöster Moni Arkadi und Moni Preveli laden
ebenfalls zu einem Besuch ein, sind sie doch als wichtige Widerstände
gegen die Türkenbesatzung bekannt. Rethymnon lässt sich am besten zu
Fuß erkunden, da man hier und da auf wunderschöne sehenswerte Oasen
trifft. Möchte man lieber mit dem Bus von Sehenswürdigkeit zu
Sehenswürdigkeit reisen, so ist auch dies kein Problem. Busfahrpläne
befinden sich an allen Busbahnhöfen, sowie bei den meisten Hotels.
Ausflüge
Viele örtliche, sowie Deutsche Reisagenturen bieten eine Vielzahl an
Ausflugsmöglichkeiten auf Kreta an. Eine Buchung ist sowohl von zu
Hause, als auch vom Urlaubsdomizil aus möglich. Die Tagesfahrten kosten
zwischen 20 und 50 Euro und sind sehr empfehlenswert, da man so zu den
schönsten Sehenswürdigkeiten Kretas gelangen kann. Zwar kann man
durchaus auch Auto oder Motorrad leihen, jedoch kommt dabei auch die
selbstständige Planung der Route dazu, was bei der Buchung bei einer
Reisagentur entfällt. Sehr zu empfehlen sind z.B. eine Fahrt in den
Süden - nach Matala zum Red Beach, dem rötlichen Sandstrand verdankt
dieser seinen Namen. Verknetet man diesen Sand mit Wasser zu einer
matschigen Substanz, so bewirkt diese beim Auftragen auf die Haut eine
babyweiche Hautmaske. Die Samaria - Schluchten im Westen Kretas zählen
zu den größten Schluchten Europas und haben schon etwas majestätisches,
wenn sich die Felswände von bis zu 600m zu beiden Seiten vor einem
aufbauen und man als Wanderer diese Schlucht entlang geht. An der
engsten Stelle befindet sich die „eiserne Pforte“, die gerade mal 3 bis
4 Meter Durchgang zulässt. Knossos, die größte antike Metropole Kretas,
birgt einen der größten Paläste der minoische Epoche. Chaniá – die
Zweitgrößte Stadt Kretas ist besonders für ihre wunderschöne
mittelalterliche Altstadt und den malerischen Hafen bekannt. Eine
Alternative zu den üblichen Ausflugstouren bietet auch der Yellow Train
– ein kleiner Zug mit offenen Anhängern, der mit Rädern auf der Straße
verkehrt. Diese Yellow Trains bieten sehr kostengünstige
Ausflugsmöglichkeiten ins Hinterland Kretas an (ca. 15 Euro für ca. 4
Stunden Fahrt). Bei den Fahrten handelt es sich um Rundfahrten mit
Photostopps inklusive. Ein weiterer netter Ausflug ist die Erkundung
Kretas mit dem Pferd. Hierbei sollte jedoch reiten oder zumindest keine
Angst vor einem Pferd, vorhanden sein. Die Sehenswürdigkeiten Kretas
sind sehr vielfältig und man sollte sich im Voraus gut überlegen, was
man am liebsten sehen möchte, da es fast unmöglich ist, alles zu
besichtigen.
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