Reisebericht Griechenland - Kos und Rhodos (Teil 2 / 2)
Doch neugierig war ich auch auf die Nachbarinsel
Rhodos, die größte des Dodekanes und buchte eine Passage auf einer Fähre, um zwei Tage auf Rhodos zu verbringen. Rhodos Stadt hat zwei Gesichter: Die mittelalterliche Altstadt mit verwinkelten Gassen, Moscheen und urigen Kneipen und Tavernen und die von den Italienern während der Besatzung des Dodekanes angelegte Neustadt mit Hotels, Restaurants und Nachtclubs. In den verwinkelten Gassen der Altstadt fühlt man sich wie in einem Labyrinth. Der Stadtkern wird dominiert durch die wuchtige Architektur des Großmeisterpalastes der Johanniter. 1523 eroberten die osmanischen Türken unter Suleiman I. nach 6-monatiger Belagerung Rhodos. Südlich des alten Ritterviertels der Johanniter bauten die Türken ein Viertel im osmanischen Stil. Am Ende der Sokratesstrasse befindet sich die Suleiman- Moschee, die grösste der Insel, und am Arionos Platz, neben einer verfallenen Moschee steht heute noch ein türkisches Bad, das in Betrieb ist. Es ist für Frauen und Männer geöffnet, aber mit getrennten Räumen. Sehenswert ist das Archäologische Museum, das nur einige Meter von der Ritterstraße in der Ippoton Straße liegt. Der Bau war früher das Krankenhaus der Johanniter und bekannt für seine Kuren. Das Museum ist täglich außer Donnerstags von 8:45 - 18:00 Uhr geöffnet.
Die Hauptgeschäftsstraße mit Leder- und Pelzgeschäften, Kneipen, Tavernen und Restaurants ist die Sokratesstraße. Dort stehen noch alte Gebäude aus osmanischer Zeit.
Sich beim Baden zu erfrischen, dazu gibt es an der Nordspitze von Rhodos Stadt Gelegenheit mit den üblichen touristischen Einrichtungen. Es gibt ausgedehnte Sandstrände, die allerdings in der Hauptsaison auch stark überbelegt sind. Etwas einsamere Strände gibt es aber ca. 2 km westlich, in Richtung des Flughafens.
Ein Trip, den sich Besucher von Rhodos keinesfalls entgehen lassen sollten, ist ein Ausflug zur guterhaltenen Akropolis von Lindos. Rhodos ist eine der wenigen Mittelmeerinseln, wo es noch ausgedehnte Wälder gibt, und die Fahrt hinauf nach Lindos ist sehr abwechslungsreich. Lindos war in der Antike der einzige Naturhafen von Rhodos, und die Stadt hatte 17.000 Einwohner. Das Dorf mit seinen mittelalterlichen Gebäuden ist eines der schönsten der Ägäis und für den Autoverkehr gesperrt. Für Besucher, die etwas gehfaul sind, bieten die Griechen den Aufstieg per Esel an. Die Akropolis von Lindos ist von einer mittelalterlichen Festungsmauer eingeschlossen. Am höchsten Punkt des Plateaus liegen Reste eines Tempels der Athene. Durch die Propyläen gelangen Besucher in das größte Gebäude der Akropolis, die Stoa.
Da, wo früher der Naturhafen lag, drängen sich heute sonnenhungrige Touristen, und hier dürfte die überfüllteste Badeecke der Insel liegen. Etwas ruhiger ist der 2. Naturhafen, die Apostel Peter und Paul Bucht, die etwa 10 min Fußmarsch südlich von Lindos liegt.
Die griechische Küche ist recht einfach und durchaus kostengünstig. Eine ganze Reihe von Imbissen und Restaurants bieten lokale Spezialitäten zu günstigen Preisen an. Besonders gut sind Lamm- und Fischspezialitäten von der Küste. Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings, dass das Essen, auch in hochklassigen Hotels, oft lauwarm serviert wird. Eine weitere Spezialität ist die reichliche Verwendung von Zimt in Gerichten, von denen man es weniger kennt, wie Spaghetti Bolognese.
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