Inselhüpfen in Griechenland (Teil 2 / 2)
Santorini
Nach einer ereignisreichen Woche verlassen wir die 260m lange und 60 km breite Insel von Heraklions Hafen aus mit der Fähre. Mehrmals in der Woche pendelt die Autofähre zwischen Kreta und Santorini, unserem nächsten Ziel. Santorini ist vulkanischen Ursprungs und das Postkartenmotiv schlechthin. Die nur 19 km lange und sehr karge Insel ersteckt sich sichelförmig im Mittelmeer zwischen Kreta und dem Festland. An vielen Stellen ist die Küste felsig bis steil, die Strände sind kiesig und schwarz. Die Sonnenuntergänge auf Santorini sind die schönsten im ganzen Mittelmeerraum und viele Touristen kommen extra wegen der Romantik. So versammeln auch wir uns mit Einbruch der Dämmerung oberhalb des nördlich gelegenen Städtchen Oia zum kollektiven Seufzen. Die Kulisse des am Hang gelegenen Ortes mit weißen Spitzdächern und blauen Balkonen vor den Weiten des Mittelmeeres ist atemberaubend, kitschig schön. Die angereisten Touristen kennen wr schon von der Fähre und treffen sie auch in den nächsten Tagen immer wieder. Es geht heimisch zu auf Santorini. Unsere Pension befindet sich in der Hauptstadt Thira, von hier aus erkunden wir die Insel mit dem Linienbus. Die Sehenswürdigkeiten sind so rahr wie die Bäume auf der Insel. Der Star ist die Insel selbst mit ihrer spektakuläten Architektur und der mystischen Ruhe, die sie ausstrahlt. Beim Fisch Essen am Hafen berührt sie uns genauso wie beim Ouzo-Trinken in den kleinen Tavernen oder auf dem Markt von Thira. Die Perle im Mittelmeer, das ist Santorini wirklich. So ist es nicht verwunderlich, das über 90 % aller Griechenland-Postkarten auf Santorini fotografiert werden.
Mykonos
Nach ein paar Tagen sind wir bestens erholt und bereit für ein wenig mehr Action, die Schwuleninsel Mykonos erwartet uns. Auch hier nutzen wir die Fähre für unsere Überfahrt und erreichen nach nur drei Stunden die Insel. Mykonos ist modern, trendy, tolerant. Vor einigen jahren entdeckten die Schwulen und Lesben ihre Partyinsel und seitdem erlebt Mykonos einen wahren Boom. Die kreisrunde Insel gehört zu den Kykladen, sie ist auch als die weiße Insel bekannt. In der Hauptstadt Mykonos-Stadt reihen sich ganze Haüserreihen weißgetünchter Unterkünfte aneinander. Die Bar- und Kneipenszene ist die beste in ganz Europa, die Strände von Musik erfüllt und im Partyrausch. Sehenswert sind die Windmühlen von Kato Milli oder das Kloster Panagia-Turliani. Wie die meisten Touristen verbringen auch wir die Tage eher gemütlich am Strand, die Nächte tanzen wir durch.
Rhodos
Nach fünf aufregenden Tagen brechen wir auf zur letzten Etappe ins Ägäische Meer auf die Insel Rhodos. Nur wenige Kilometer vor der türkischen Küste war Rhodos lange Zeit von den Johannitern bewohnt. In der Blütezeit der Osmanen war Rhodos jahrzehntelang umkämpft und die letzte Hürde auf dem Weg zur Vormachtstellung der Osmanen. Nach blutigem Kampf fiel Rhodos unter Sultan Süleymann letztlich doch in türkische Hände. Die kompakte Burg in Rhodos-Stadt erinnert bis heute an vergangene Zeiten. Die Altstadt mit der Feste und den Pflasterstein-Straßen ist ein Anziehungspunkt. Urlauber sitzen bei Frappe und Cappuccino in der Sonne. Händler bieten ihre Waren an. Aus dem nahegelegenen türkischen Marmaris kommen Tagesbesucher auf die Insel. Das Schmetterlingstal und die Stadt Lindos sind beliebte Sehenswürdigkeiten. Mit griechischen Syrthaki im Ohr und ein wenig Wehmut im Herz verlassen wir das Land der Götter nach aufregenden drei Wochen in Richtung Heimat.
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