Ein Trip durch das Urlaubsparadies Holland (Teil 2 / 2)
Ausflug nach Amsterdam
Nach drei Tagen Eis essen, baden und in der Sonne liegen beschlossen wir, uns die Hauptstadt anzugucken. Praktischerweise lag Amsterdam nur rund 30 Kilometer von Zandvoort entfernt. Unser ADAC-Atlas verriet uns die Adresse eines Campingsplatzes, der nah am Zentrum der Stadt gelegen war. Schon beim Zeltaufschlagen irritierte uns der intensive Geruch von Gras, der in der Luft lag. Der Platz war fast voll belegt, dicht an dicht waren die Zelte auf der Wiese aufgeschlagen. Überall standen Schilder, dass Drogenkonsum verboten sei. Im Waschraum war blaues Licht - ich beschwerte mich bei Tim, dass ich mich in der Finsternis unmöglich schminken könne und warum überhaupt hatten die Amsterdamer keine normalen Lampen? Er lachte über meine Naivität und erklärte mir, dass es bei dem Licht nicht nur unmöglich sei, sich zu schminken, sondern man zudem keine Adern finden könne. Also eine Anti-Drogen-Maßnahme. Mich schauderte es. Amsterdam selbst war allerdings jede Reise wert, das hübsche Städtchen voller Charme verzauberte uns. Die Mischung aus bunten Altbauten rechts und links der Grachten, überall Bäume, Straßencafés, Coffeeshops und Touristenläden schien allen zu gefallen, denn die Stadt vibirierte vor Leben. Wir schlenderten durch die schmalen Gassen der Altstadt, staunten im Rotlämpchen-Viertel, aßen Pfannkuchen und kauften touristischen Tand. Unter anderem erstanden wir eine Tüte Hasch-Weingummis, die wir uns zurück auf dem Campingplatz teilten. Das einzige Resultat war leider, dass mir schlecht und äußert schläfrig zumute wurde.
Familienparadies im Süden
Mehr als zwei Nächte wollten wir auf dem Amsterdamer Stadt-Campingplatz nicht verbringen, da die Jugendlichen um uns herum rund um die Uhr feierten. Da die Woche bereits fast um war, beschlossen wir einen letzten Ausflug zum Strand, den Holland so üppig im Angebot hat. Die Sonne strahlte nach wie vor vom Himmel, als wir in den Suzuki stiegen und die vibrierende Hauptstadt wieder verließen. Nun fuhren wir in den Südwesten des Landes, wo kurz vor der belgisch-niederländischen Grenze zwei Inseln und eine Halbinsel liegen, die durch eine Straße verbunden sind. Bei knallblauem Himmel und Temperaturen über 30 Grad fuhren wir über diese brückenähnliche Straße, bis wir auf der südlichsten Halbinsel gelandet waren. Dort war offensichtlich das Urlaubsparadies für Familien: Wir sahen Ferienhäuser, so weit das Auge reichte, direkt am wunderschönen, breiten Nordseestrand. Dort tummelten sich Kinder, Eltern und Hunde, die ihre Ferien ebenso zu genießen schienen wie wir. Einen sonnigen Tag später waren wir wieder on the road, diesmal Richtung Heimat. Ein kurzer Aufenthalt im belgischen Antwerpen überzeugte uns, dass Holland die goldrichtige Wahl für unseren Urlaub gewesen war: Antwerpen machte auf uns einen grauen, schmutzigen und dank der vielen rauchenden Schornsteine sehr industriellen Eindruck. Ganz im Gegensatz zu den sauberen und adretten niederländischen Städtchen, die eine echte Augenweide sind!
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