6 Freunde erleben Südfrankreich (Teil 1 / 2)

Im Sommer 2006 bin ich mit fünf Freunden für zehn Tage nach Südfrankreich gefahren. Wir machten uns mit zwei Autos um vier Uhr morgens auf den Weg, da wir möglichst früh unser erstes Ziel, die Kleinstadt Greux-les-Bains in der Provence, erreichen wollten. Die Fahrt verlief gut, wir kamen problemlos voran und erreichten, nach einer kleinen Frühstückspause an einer Tankstelle in Luxemburg, die französische Grenze. Kurz vor den französischen Alpen lotste uns das Navigationsgerät von der Autobahn auf eine Landstraße, die sich malerisch durch das Alpenvorland wand. So kamen wir zwar nicht mehr so schnell voran, dafür hatten wir aber auch eine schöne Aussicht auf die Alpen und die kleinen Bergdörfer zu ihren Füßen. Mehrmals machten wir kleine Pausen um zu fotografieren, was den Zeitplan endgültig durcheinander brachte.

Gegen Abend erreichten wir endlich Greux-les-Bains, wir hatten schon im Voraus den einzigen Campingplatz des Ortes reserviert. Außer uns waren dort nur Senioren in Wohnmobilen, die zur Kur in den Ort gekommen waren. Dies bot den Vorteil, das wir den ganzen Platz für Zelte für uns alleine hatten. Der Campingplatz von Greux ist sehr malerisch gelegen, etwas außerhalb des Ortes, direkt am Ufer eines kleinen Flusses. So erkundeten wir nach dem Abendessen erstmal die nähere Umgebung, liefen ein Stück am Fluss entlang und entdeckten eine kleine Kneipe mit Tanzfläche in der die Senioren des Campingplatzes scheinbar ihren Abend verbrachten. Dort nahmen wir einige Flaschen Bier mit, um diese dann am Flussufer zu trinken. Da alle ziemlich erschöpft von der langen Reise waren gingen wir dann auch recht früh ins Bett.

Morgens wurden wir von dem Bäcker geweckt, der den Bewohnern des Campingplatzes jeden Morgen frische Baguettes und Croissants bringt. Nach einem gemütlichen Frühstück und einem Bad im Fluss setzten wir uns wieder ins Auto. Einer der Mitreisenden, der diese Gegend der Provence schon kannte, wollte uns die Orte der Umgebung zeigen. Er führte uns zu zwei kleinen, mittelalterlich anmutenden Orten, die beide um einen Hügel herum gebaut waren. Beide Dörfer lagen inmitten der typischen, violett leuchtenden Lavendel- Feldern der Provence. Der zweite Ort, der "Allemagne" hieß, besaß neben einer römischen Ausgrabungsstätte auch eine kleine Burg. Es gab zwar keine Führungen mehr an diesem Tag, aber wir trafen zufällig den Burgbesitzer persönlich auf einem kleinen Markt neben der Burg, und er führte uns stolz durch sein Anwesen. So erhielten wir eine Privatführung, neben der Informationen über die Geschichte des Gebäudes erfuhren wir auch wie man Burg- Besitzer in der Provence wird und wie viel Arbeit es ist Burgbesitzer zu sein. Auf dem Rückweg von Allemagne zum Campingplatz kauften wir uns Pizza und verbrachten den Abend mit Essen und Kartenspielen.

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