Landkarte Italien

Bardolino, Venedig, Florenz (Teil 1 / 2)

Es war ein strahlender Montagmorgen, als wir nach langer Fahrt endlich die südlichen Alpen erreichten. Ich konnte meinen Blick kaum vom Fenster unseres alten Mercedes abwenden, obwohl mich die Müdigkeit nach 15 Stunden Fahrt fast zu überwältigen schien. Die für mich so unbekannte Landschaft der grünenden, fast königlich wirkenden Bergketten der italienischen Alpen zog mich in ihren Bann und schaffte den perfekten Einstieg in meinen Italienurlaub.

Nach wenigen Stunden erreichten wir unser erstes großes Ziel: Bardolino. Hier, mitten in Venetien, stiegen ich und meine Familie erst einmal aus den Wagen aus, um die herrliche Landschaft und den Duft nach Wasser, genauer den Gardasee, einmal hautnah zu genießen. Und die Pause lohnte sich! Schon von der kleinen Straße aus, an der wir parkten, konnte ich einen Einblick auf die noch menschenleeren, urigen Gassen werfen, die soviele Geheimnisse zu bewahren schienen. Einfach ein wunderbarer Anblick, auf der einen Seite die Promenade, an der schon das Leben tobte, und auf der anderen Seite diese absolute Stille. Und dieses Panorama wurde perfektioniert durch den strahlenden, blauen Horizont, an dem gerade die Sonne hochzog.

Nach einen ausgedehnten Frühstück führte uns unsere Reise weiter. Das Ziel hieß Venedig. Ich muss schon sagen, als wir nach langen Erwarten endlich Venedig erreichten, konnte ich meine Entäuschung nicht wirklich zurückhalten. Zwar verzauberte mich die Kulisse aus alten Monumenten und die ewigen kleinen Brücken und Gassen, aber der Geruch war entsetzlich, mindestens genauso wie die tausend Touristen, zu denen wir ja eigentlich auch zählten. Obwohl wir drei Tage in dieser eigentlich so idyllischen, romantischen Stadt bleiben wollten, entschieden wir uns schon nach eineinhalb Tagen für die spontane Weiterreise nach Florenz.

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