Bei Kaiserin Sissi und Heidi zu Hause (1 von 2)

Auch wenn es nicht gestern gewesen ist, so sind die Eindrücke eines Kurzurlaubes im bezaubernden Österreich und vor allem seiner Hauptstadt Wien und der Landschaften der Alpen bei uns noch sehr lebendig. Gemeinsam mit unserer vierjährigen Tochter hatten wir uns im Sommer 2008 aufgemacht, das Alpenland südlich der bayerischen Grenze zu erkunden. Die Entscheidung dafür war eher kurzfristig gefallen aber auch ohne großen Buchungsaufwand lässt sich mit dem eigenen Fahrzeug in Österreich prima Urlaub machen.
Im Internet hatten wir uns lediglich einen Hotelplatz für drei Nächte in Wien organisiert und wollten dann noch ein paar Tage irgendwo auf dem Land verbringen. Damit waren von vornherein auch eher die Berge gemeint aber zunächst hieß unser Reiseziel Wien.
Nach nur wenigen Stunden Fahrt hatten wir die deutsch-österreichische Grenze ohne unnötige Kontrollen passiert, die Straßen ließen das vom Zustand her kaum vermuten und waren gut ausgebaut. Die ersten wirklichen Veränderungen wurden uns nicht nur an der wunderschönen Landschaft klar. Von sanft hügelig bis felsig und richtig bergig reichte das interessante Repertoire der geologischen Gestalt des Landes. In Wien angekommen mussten wir uns dann doch erst einmal mit der Geografie der Stadt beschäftigen. Nach einigem Hin und Her hatten wir gemerkt, dass Wien in Stadtbezirke eingeteilt ist, die mit römischen Ziffern auf den Straßenschildern vermerkt sind. So kann es auch durchaus passieren, dass sich in Wien Straßennamen wiederholen und nur durch die Bezirksbezeichnung unterscheiden. An Bezeichnungen wie Wien I oder Wien VI muss man sich da erst einmal gewöhnen. Das war aber auch nicht weiter schlimm, sofern man dieses System durchschaut hat. In unserem Hotel in der Innenstadt angekommen wurden wir freundlich aber doch reserviert empfangen. Glaubten wir zunächst, als Deutsche in Wien nicht willkommen zu sein, so ist die doch recht wortkarge Art der Österreicher nicht unserer Herkunft, sondern ihrer eigenen Art und Weise geschuldet. Der Wiener plaudert halt mit Fremden nicht einfach drauf los. Für den ersten Abend hatten wir auch gleich den Prater ins Visier genommen. Dort mussten wir natürlich als erstes auf das legendäre über 60 Meter hohe Riesenrad mit seinen großen, an Straßenbahnwaggons erinnernden, Gondeln. Die Umgestaltung des Riesenradgartens im Stil des Jahres 1900 war zwar noch nicht ganz abgeschlossen, das störte uns aber gar nicht. So konnten wir schon am ersten Abend das genießen, was ein Wien-Besucher auf jeden Fall erlebt haben muss: Den atemberaubenden Blick über die Dächer der Residenzstadt Wien! Wer das nicht gesehen hat, hat Wien nicht erlebt! Allein der Anblick der gewaltigen Kuppel des Stephansdoms ist diesen Ausflug wert. Nach einigen Minuten war dieser Spaß dann leider schon vorbei aber auch rund um das Riesenrad gibt es jede Menge Action, Fun und Kurzweil für jeden Geschmack. Selbst CSI-Fans kommen hier bei einer interaktiven Tour auf ihre Kosten! Irgendwann war unsere Tochter dann mehr als nur müde und wir fuhren wieder ins Hotel. Bei einer Flasche der hervorragenden heimischen Weine planten wir Großen dann den nächsten Tag.

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