Sevilla - Traumstadt in Andalusien (Teil 2 / 4)

Die Legenden der Klöster

In der klerikalen spanischen Welt spielt Sevilla in einer Liga für sich. Legenden über Legenden werden über die zwölf Klöster der Stadt ganz bewusst am Leben erhalten und bei jeder Gelegenheit auch erzählt. In der Zeit, als Sevilla, am Guadalquivir gelegen, noch Ausgangshafen für die Handelsschiffe war, die in der Neuen Welt ihre Geschäfte machten, wollte sich doch jeder katholische Orden in der Stadt präsentieren. Aber die Ordensschwestern waren arm und mussten sich einen Nebenverdienst zulegen, in dem sie oft nur für Nahrungsmittel die „Kavaliere“ der Stadt empfingen – natürlich durch die kleinen Hintertürchen. Die Herren der guten Gesellschaft machten die Nonnen-Verführung zu einem wahren Sport und so zur Legende.

„El Arenal“

Nicht erschrecken: „El Arenal“ in Sevilla hat nichts, aber auch gar nichts mit der berüchtigten Strandpromenade auf Mallorca Vergleichbares. Von der „Avenida de la Constitucion“ bis an die Ufer des „Rio Guadalquivir“ erstreckt sich das geschichtsträchtige Stadtviertel „El Arenal“ mit der „Plaza de Toros“. Die „Arena Sevilla“ mit einem Museum ist auch ohne Stierkampf eine der schönsten und ältesten des Spaniens. Es lohnt sich dieses monumentale Bauwerk aus rein architektonischer Sicht anzuschauen, und auch das Museum, wenn man viel über die Historie des Stierkampfs wissen möchte.
Und in „El Arenal“ liegt auch ein Königreich der Sherrys und der Weine: die „Bodega Morales“ in der „Calle García Vinuesa“. Es ist die vielleicht ursprünglichste Bodega in Sevilla, die man unbedingt besuchen sollte.
Wer das „El Burladero“, im Hotel Colon, Calle Canalejas 1, besucht, kann hier wahrlich gut essen, sollte sich aber mit den Gästen auf keine Stierkampf -Diskussion einlassen, denn hier halten sich überwiegend Stierkämpfer und ihre Fans auf. Die besten, feinsten und leckersten andalusischen Speisen in „El Arenal“ bekommt man in der „Casa Robles“, Calle Alvarez Quintero 58, darüber sind sich die Feinschmecker aus aller Welt einig. Und trotzdem sind die Preise noch sehr moderat.

„Torre del Oro“

Geht man am „Rio Guadalquivir“ flussabwärts weiter, dann kommt man automatisch zu einem der ältesten Bauwerke Sevillas dem „Torre del Oro“, dem goldenen Turm aus dem 13. Jahrhundert. Sein Name kommt daher, da er früher mit goldenen Fliesen bedeckt war. Diese hat man aus verständlichen Gründen wieder abgenommen, als der Turm zu einem Gefängnis umfunktioniert wurde. Und da der Turm an einem berühmten und großen Fluss lag, hat man ihn weit außerhalb der Meeresküsten zu einem Marine-Museum gemacht – einmalig in Europa.

„Plaza de Espana“

Im „Parque de María Luisa“ befinden sich die zwei bedeutendsten Plätze von Sevilla: die „Plaza de España“, die „Plaza de América“. Auf der „Plaza de España“ befinden sich mehrere historisch bedeutende Gebäude, unter anderen der „Königliche Pavillon“, der „Palacio de España“ mit neomaurischen Elementen und der „Mudéjar- und Domecq-Pavillon“. Die „Plaza de España“ und die Baustile der Gebäude sind Mischung aus Mudejarstil, Gotik und Renaissance.

„Plaza de América“

Jedes Gebäude der „Plaza de América“ wurde zwischen 1911 und 1919 in einem anderen Architekturstil errichtet. Es gibt den Renaissance-Pavillon in dem sich das „Museo Arqueologico“, das Archäologische Museum, befindet, es gibt den Gotischen Pavillon und den Mudejar-Pavillon mit dem Museum für Volkskunst und Volksbräuche.

zurück zum vorherigen Teil
weiter zum nächsten Teil

zurück zur Übersicht "Urlaub Spanien"



Urlaubsberichte > Urlaub Spanien > Sevilla - Traumstadt in Andalusien (Teil 2 / 4)