
Urlaub auf Lanzarote (Teil 2 / 2)
El Golfo
Nur einen Katzensprung vom Nationalpark entfernt liegt eine weitere
Sehenswürdigkeit der Insel. Direkt hinter dem kleinen Fischerdörfchen
El Golfo versteckt sich die gleichnamige Lagune „El Golfo“. Es handelt
sich um einen Vulkankrater, in dem sich eine grüne Lagune gebildet hat.
Algen machen es möglich, dass das Lagunenwasser in einer tiefgrünen
Farbe erstrahlt. Es bietet sich ein faszinierendes Farbschauspiel, wenn
man diese grüne Lagune betrachtet die sich, eingebettet im grauen
Strand, von den emporragenden Felsmassiven abhebt, während im
Hintergrund der Atlantik braust. Hat man sich an diesem Naturschauspiel
satt gesehen, dann kann man sich in El Golfo auch sehr gut sattessen.
Dieses Fischerdörfchen ist zwar klein, die Fischrestaurants müssen sich
jedoch wahrlich nicht verstecken. Besonders angetan haben es uns die
typisch kanarischen Kartoffeln, auch „Runzelkartoffeln“ genannt, mit
einer Mojo-Soße. Eine weitere kanarische Spezialität ist übrigens der
Wein, der aus dem einheimischen Weinanbaugebiet La Geria stammt. Man
kann den Wein entweder direkt vor Ort verkosten und auch kaufen, oder
im örtlichen Lebensmittelmarkt eine Flasche erstehen. Das
Weinanbaugebiet La Geria ist auch dann einen Besuch wert, wenn man kein
Weinliebhaber ist. Die Weinreben, eingebettet in diese
Vulkanlandschaft, bieten einen reizvollen Kontrast und sogar die UNESCO
erklärte dieses Naturschutzgebiet zum Weltkulturerbe.
Jameos del Agua
Nach einem wunderbaren Mittagessen – selbstverständlich ohne Wein, da
wir mit dem Auto unterwegs waren, fühlten wir uns genügend gestärkt und
wollten den Norden der Insel besuchen. Unser nächstes Ziel waren die
Jameos del Agua. Die Erklärung im Reiseführer hatte uns neugierig
gemacht auf dieses unterirdische Höhlensystem und wir wurden nicht
enttäuscht. Über eine Felstreppe geht es hinab ins Innere des
Höhlensystems. Es ist relativ beengt, so dass man nur hintereinander
gehen kann. Vorbei an einem unterirdischen See, in dem weiße Krebse
leben, gelangt man zu einer Bar und dem berühmten unterirdischen
Konzertsaal. Selbst wenn man es nicht schafft, einem Konzert in dieser
einzigartigen Umgebung beizuwohnen, so muss man dennoch nicht auf Musik
verzichten. Das ganze Höhlensystem wird durch Lautsprecheranlagen
musikalisch beschallt und es ist die Kombination aus Architektur und
Instrumentalmusik, die dem Ganzen eine unwirkliche Atmosphäre verleiht.
Steigt man aus der Höhle wieder hinauf, dann fällt der Blick auf einen
schneeweißen Swimmingpool, dessen Wasser leuchtend blau schimmert.
Natürlich dient der Pool nicht mehr der Erfrischung, aber wer würde
schon gerne inmitten der zahlreichen Touristen ein Bad nehmen wollen.
Zu diesem Höhlensystem gehört auch ein Museum, in dem man Wissenswertes
über die Vulkaninsel Lanzarote erfährt. Auch ein kleiner Museumsshop
ist dem Museum angeschlossen. Dort haben wir eine CD mit den Klängen
der unterirdischen Höhlenmusik erstanden. Eine wunderschöne Erinnerung
an diesen außergewöhnlichen Ort.
Wer so viele Sehenswürdigkeiten besichtigt, der braucht natürlich auch
einen Ausgleich und ein wenig Entspannung. Die Entspannung suchten wir
an den Papagayo-Stränden, die sich mit ihrem feinen, leuchtenden Sand
tatsächlich nicht hinter den Bildern aus dem Reiseführer verstecken
mussten. Ehe wir den Strand erreicht hatten, mussten wir allerdings
einen ordentlichen Fußmarsch absolvieren. Die Piste, die zum Strand
führte, hätte einen Jeep-Fahrer sicher begeistert. Unserem kleinen
Mietwagen wollten wir diese Schotterpiste jedoch nicht zumuten.
Übereinstimmend haben wir am Ende unserer zweiwöchigen Reise
festgestellt, dass diese Insel immer wieder eine Reise wert ist. Sicher
kann Lanzarote nicht mit wahnsinnig vielen kulturellen oder
architektonischen Highlights beeindrucken, aber uns persönlich haben
die unterschiedlichen Gesichter dieser kleinen Vulkaninsel wirklich
fasziniert.
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