
Urlaub auf Lanzarote (Teil 1 / 2)
Unseren Urlaub haben wir auf der
kanarischen Insel Lanzarote verbracht.
Angekommen auf dem Flughafen von Arrecife mussten wir zum Glück nicht
weit reisen, um unser kleines Hotel zu erreichen. Unser Ferienort
Puerto del Carmen lag nur rund 6 km vom Flughafen entfernt. Weite Wege
muss man auf Lanzarote allerdings sowieso nicht fürchten, da die Insel
eine Nord-Süd-Ausdehnung von rund 58 km hat und auch der Weg von West
nach Ost mit rund 35 km eher einem mittleren Spaziergang gleicht. Wenn
man die Insel ausgiebig erkunden möchte, dann ist es sowieso günstig,
wenn man das nicht zu Fuß erledigt. Zwar ist Lanzarote eine Insel, auf
der man die Urlaubstage durchaus aktiv verbringen kann, allerdings
gehörte das Wandern an viel befahrenen Straßen nicht unbedingt zu
unseren bevorzugten Aktivitäten. Mietwagen kann man auf Lanzarote in
jedem größeren Ort ausleihen, es ist jedoch ratsam, vorher die Preise
in Ruhe vergleicht. Wir haben „unser Auto“ gleich für eine Woche
gemietet, um wirklich unabhängig die Insel erkunden zu können. Das
Straßennetz auf Lanzarote ist wunderbar ausgebaut und die Straßen waren
für Schlagloch geplagte Großstädter wirklich eine Erholung. Lediglich
der zügige Fahrstil der Einheimischen brachte uns manchmal ins
Schwitzen. So gemütlich die Einheimischen sonst auch sein mögen – im
Straßenverkehr bevorzugen sie es offensichtlich, schnell von A nach B
zu kommen. Man gewöhnt sich aber recht schnell daran, genauso wie an
den überall auftauchenden Kreisverkehr, der auf Lanzarote die
Kreuzungen ersetzt.
Puerto del Carmen
Am ersten Abend haben wir allerdings unserem Auto noch eine Ruhepause
gegönnt und inspizierten stattdessen das "Zentrum" von Puerto del
Carmen. Ein richtiges Zentrum gibt es dort eigentlich nicht. Das Leben
spielt sich hauptsächlich auf der Strandpromenade ab. Diese breite
Strandpromenade wird durch eine stark befahrene Straße vom Strand
getrennt. An der Promenade reihen sich diverse Geschäfte aneinander.
Boutiquen, Souvenirshops, Bars, Restaurants und auch unzählige
Discotheken warten auf Gäste. An der Promenade tobt das Leben.
Touristen drängen sich durch die Verkaufsstände, Straßenkünstler
gestalten mitten auf dem Gehweg - auf mitgebrachten Leinwänden- in
rasendem Tempo faszinierende Kunstwerke, die man hinterher auch kaufen
kann, es herrscht ein buntes Stimmengewirr. Puerto del Carmen ist ein
Ort, an dem man wirklich die Qual der Wahl hat, wo man den Abend
verbringen möchte – es sei denn, man zieht die Ruhe des Hotelzimmers
vor.
Nationalpark Timanfaya
Am nächsten Morgen beschlossen wir, eines der größten Highlights der
Insel zu besichtigen: die Feuerberge. Der Weg zum Nationalpark
Timanfaya führte uns über die Schnellstraße in Richtung der Stadt
Yaiza. Von dort ist der Weg sehr gut ausgeschildert. Schon die Anfahrt
führt einen auf dem letzten Stück durch eine beeindruckende
Vulkanlandschaft. Schroffe Felsen und die karge Vegetation verbreiten
eine merkwürdige Stimmung. Durch den Nationalpark kann man sich sogar
auf dem Rücken eines Kamels schaukeln lassen, wenn man seetauglich ist.
Uns reizte die Fahrt in einem Reisebus. Während der Busfahrt wurde die
Geschichte von Lanzarote erzählt. Die ganze Tour wurde musikalisch
untermalt und verlieh dieser Fahrt wahrhaftig eine leichte
Gänsehautstimmung. Schwer vorzustellen, dass diese Vulkankrater noch
bis 1824 Feuer gespukt haben und die ehemals ertragreiche Landschaft
unter Schutt und Geröll begraben haben. Am Ende einer jeden Rundfahrt
wird dann auch gezeigt, dass die Feuerberge ihren Namen durchaus zu
Recht tragen. Einmal gibt es dort ein Restaurant, in dem Würstchen
tatsächlich in einem Felsgrill zubereitet werden. Dieser Grill bezieht
die Hitze einzig und allein aus dem Stein. Außerdem gibt es einen
Krater, in den ein Reiseleiter vor den Augen der neugierigen Touristen
einen Eimer Wasser entleert. Es zischt, qualmt und nach wenigen
Sekunden schießt eine beeindruckende Dampfwolke empor.
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